Sonntag, 25. Oktober 2015

Carlos Ruiz Zafón - Marina

"Marina sagte einmal zu mir, wir erinnerten uns nur an das, was nie geschehen sei."

Verlag: Fischer - 350 Seiten - ISBN: 3596186242 - Veröffentlichung: 12. November 2012 - Originaltitel: Marina

Klappentext

Als Óscar Drai das Mädchen Marina trifft, ahnt er nicht, dass sie sein Leben für immer verändern wird. Mit ihrem Vater lebt sie in einer alten Villa wie in einer vergangenen Zeit. Marina bringt Óscar auf die Spur einer mysteriösen Dame in Schwarz. 

Meine Meinung

Bei dem Namen "Carlos Ruiz Zafón" wird den meisten wohl als erstes der Titel "Der Schatten des Windes" einfallen. Oder eine Verbindung zu Barcelona. So ging es mir auch.

Donnerstag, 22. Oktober 2015


Heute kein Buch, sondern gleich eine ganze Sammlung:

Der Verlag Eder & Bach hat gestern ein schönes neues Projekt gestartet:
"Die Zeit Bibliothek der verschwundenen Bücher"

Die Sammlung besteht zunächst aus 12 Büchern, die, wie könnte es anders sein, auf dem deutschsprachigen Markt bisher vergriffen waren.

Mir liegen ein paar Exemplare vor und ich bin sehr begeistert von der Gestaltung der Bücher. Schön schlicht, wie man sich sie gerne ins Regal stellt.




Weitere Informationen erhaltet ihr hier


Die Sammlung besteht aus folgenden Werken:

"In einem Monat, in einem Jahr"
"Wilde Palmen"
"Die allertraurigste Geschichte"
"Auf der Suche nach Indien"
"Die Stimmen des Abends"
"Der Schnupfen"
"Die Gleichgültigen"
"Giovannis Zimmer"
"Sie und Er"
"Der Gebrauch der Menschen"
"Die Farbe Lila"
"Die Helden der Nation"

Mittwoch, 21. Oktober 2015

 Black Mass

USA - 2015 - Scott Cooper - Johnny Depp, Joel Edgerton, Benedict Cumberbatch, Kevin Bacon, David Harbour, Peter Sarsgaard, Dakota Johnson, Corey Stoll


Früher habe ich mir hin und wieder auf der Website des FBI die Most Wanted angesehen. Also die Liste, der meisgesuchten Menschen. Zumindest vom FBI meisgesuchten Menschen. Einfach aus Interesse und Neugier, wer sich auf dieser Liste so tummelt und um zu gucken, wieviel die Leute wohl "wert" sind.
Dabei bin ich auch auf den Namen "Whitey" Bulger und seine Winterhill Gang gestoßen. Ich weiß nicht mehr, wie hoch die Belohnung für Tipps war, die zu seiner Ergreifung führen, aber gering war sie definitiv nicht. 
Nun erscheint mit "Black Mass" eine Art Gangster-Drama-Biographie über ihn. Gespielt wird er von Johnny Depp, bei dem ich mir nicht sicher war, ob er a) es schafft einen Gangster zu spielen und b) ich mich nicht langsam an ihm satt gesehen habe, nachdem er in der Vergangenheit nur noch abgedrehte Rollen gespielt hat ("Mortdecai"..) Klar, Edward mit den Scherenhänden, Willy Wonka und Jack Sparrow (zumindest im ersten Teil) waren grandios, aber das ist schon eine Weile her. Meine Skepsis war an dieser Stelle umsonst, denn er spielt Bulger brilliant. Aber Bulger war auch äußerst speziell und ein Psychopath. Die blauen Kontaktlinsen und die schlechten Zähne tragen sicherlich unterschwellig zu einer tollen Darbietung bei.
Der weitere Cast ist auch nicht mit unbekannten Leuten gespickt, Benedict Cumberbatch und Kevin Bacon sind sicher die herausragendsten Namen auf der Liste. 
Das Genre der Gangsterfilme ist eins meiner Favoriten und dass der Film, wie im wahren Leben eben auch, in Boston spielt ist ein klares Plus für mich, da Boston eine meiner absoluten Lieblingsstädte ist.
Das klingt soweit eigentlich alles ganz gut, wäre da nicht die Handlung bzw. der Film an sich. Der Film hat mich arg enttäuscht. Es passiert einfach nichts. Es gibt zu viele Längen. "Black Mass" zeigt, was für ein grausamer Psychopath Bulger war / ist, aber dafür reicht eigentlich ein Blick in seine Akte. Dass er auch ganz anders sein konnte, besonders im Bezug auf seine Familie und auf seinen Sohn, das kommt viel zu kurz. Vielleicht war es auch nicht und es gibt deshalb so wenige Szenen in diesem Umfeld. Darüber kann man nur spekulieren. Aber dass er irgendwann, nach einigen Situationen, in seinem Leben so gebrochen ist und ihm alles noch egaler war als vorher, das klingt mir zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Und dafür braucht man auch keinen zweistündigen Film, sondern eine einstündige Dokumentation.

Ich würde den Film nicht erneut gucken. Dann schaut euch lieber Denzel Washington als Frank Lucas in "American Gangster" an.
2 Klappen gibts für Johnny und Boston.



Freitag, 16. Oktober 2015

Declan Burke - Absolute Zero Cool

"Der Mann am Fuß meines Bettes ist zu gut angezogen, um etwas anderes zu sein als ein Anwalt oder ein Zuhälter."

Verlag: Nautilus - 316 Seiten - ISBN: 3894017937 - Veröffentlichung: 27. August 2014 - Originaltitel: Absolute Zero Cool

Klappentext

Ein Mörder entsteigt einem unvollendeten Manuskript und setzt den Autor unter Druck: Karlsson, als Euthanasie betreibende Krankenhaus-Aushilfe entworfen, reicht es. Er verlangt, dass das Manuskript zu Ende geschrieben und seine Rolle darin verändert wird. Der Autor geht im Scherz darauf ein, ohne zu ahnen, dass sein Protagonist nicht nur ein Krankenhaus in die Luft jagen, sondern auch die reale Existenz des Autors gefährden wird.

Meine Meinung

Ich habe letztes Jahr schon auf einigen Blogs Meinungen zu dem Buch gelesen. Und das Interessante hierbei war, dass die Hälfte der Blogger das Buch hassen und die andere Hälfte es für einen Geniestreich hält.

Donnerstag, 15. Oktober 2015



Heute kein Buch, sondern mein Interview beim Bürgerfunk. Gesendet wurde über Radio Köln, unfassbar. Meine Güte, war ich aufgeregt. Und meine Stimme habe ich auch gehasst - wie wahrscheinlich jeder, wenn er sich über Lautsprecher hört. Außer vielleicht Gregory Porter.
Jedenfalls wurde im August im Biergarten aufgenommen.



Donnerstag, 8. Oktober 2015

Julia Jessen - Alles wird hell


"Ich bin schon fast am Gartenzaun."


Verlag: Kunstmann - 283 Seiten - ISBN: 3956140249 - Veröffentlichung: Februar 2015

Klappentext

"Weiß der Himmel, was wir hier suchen",
hat er letztes Mal gesagt. 
Ich habe gesagt: 
"Du Abstand, ich Nähe."
Mehr sagen wir dann auch eigentlich nicht. 

Meine Meinung

Eigentlich ist Oda's Geschichte kein Roman. Sie ist vielmehr ein Kunstwerk. Alles. Die Sprache. Die Art, ihre Geschichte zu erzählen.
Aus diesem Grund wird das Buch wahrscheinlich Menschen, die eine einfache Lektüre suchen, nicht so sehr ansprechen. 

Montag, 5. Oktober 2015

 The Martian


USA - 2015 - Ridley Scott - Matt Damon, Jessica Chastain, Chiwetel Ejiofor,  Michael Pena, Jeff Daniels, Sean Bean, Kate Mara



Pop. Corn. Kino. "Der Marsianer" bringt alles mit, was man für einen Blockbuster braucht, außer vielleicht viel Promo. Aber ansonsten ist alles dabei: mit Ridley Scott ein überaus weltraumerprobter Regiesseur, ein Cast, bei dem jeder Akteur bekannt sein dürfte, Effekte, Kitsch und eine Story, der man folgen kann, ohne sich an seinem Popcorn zu verschlucken (Hallo "Interstellar"). Läuft. Eine Frage hat der Cast allerdings bei mir offen gelassen, nämlich, warum ein Norweger einen Deutschen spielt..?? 
Das Konzept des Films geht dennoch auf. Der Film macht Spaß und sorgt zwei Stunden für gute Unterhaltung. Popcornkino eben. Die Unterhaltung ist besonders deshalb gelungen, wenn man sich vor Augen führt, in welcher lebensfeindlichen Umgebung der Marsianer sich befindet. Jede Nacht ist wie ein Weltuntergang auf der Erde. Dazu die völlige (!!) Abgeschiedenheit. 

"Everywhere I go, I am the first."

Da müsste man eigentlich durchdrehen. Zumindest wenn man nicht aus Hollywood kommt. Aber Matt Damon bzw. Mark Watney dreht nicht so schnell durch. Ganz im Gegenteil. Und wenn ihn etwas in den Wahnsinn treibt, dann höchstens die einzige musikalische Ablenkung, die die Crew mit an Bord genommen hat und hier den Soundtrack gibt.
Matt Damon gibt als gestrandeter Spacepirate (Hallo "Interstellar") einige Sprüche zum besten, bei denen ich mich fast an meinem Popcorn verschluckt oder es vor Lachen ausgespuckt hätte. Sehr lässig. Sehr trocken. In Anbetracht seiner prekären Lage ist der Begriff "Galgenhumor" nicht weit. 
Den Rest des Films machen eine natürliche Spannung und Sorge um den zurückgelassenen Astronauten aus, sowie die Bemühungen, ihn irgendwie zurück auf die Erde zu holen. Ganz wichtig hierbei: Die Chinesen werden nicht als kommunistische Ganoven skizziert, sondern sie kommen den USA erstaunlich nahe. Damit wäre der cineastische Familienabend perfekt. 



Tipp: Achtet auf die Ohropax :-)
Übrigens: "Der Marsianer" ist eine Buchverfilmung von Andy Weir.


Welche sind eure Lieblingsfilme im Weltraum??

Samstag, 3. Oktober 2015

Nickolas Butler - Shotgun Lovesongs

"Wir alle luden ihn zu unseren Hochzeiten ein."


Verlag: Heyne - 421 Seiten - ISBN: 3453437829 - Veröffentlichung: 9. März 2015 - Originaltitel: Shotgun Lovesong

Klappentext

Little Wing im Norden Wisconsins. Henry und Beth waren schon in der Schule ein Paar und haben ihren Heimatort nie verlassen. Sie kämpfen um ihre Farm und unterstützen ihren Freund Ronny, der nach einem schweren Unfall vom Rodeostar zum Alkholiker wurde. Kip war als Rohstoffmakler in Chicago erfolgreich. Nach seiner Hochzeit will er in seiner alten Heimat neu beginnen, findet dort aber nur schwer Halt. Lee hat ein Album aufgenommen - Shotgun Lovesongs - und wurde damit zu einem internationalen Star. Auch ihn zieht es zurück nach Little Wing zu seinem besten Freund Henry und seiner Frau Beth, mit der ihn mehr als eine Freundschaft verbindet. In einem unvorsichtigem Moment setzt er alles aufs Spiel.

Meine Meinung

Als ich das erste Mal im Radio von "Shotgun Lovesongs" gehört habe, wollte ich das Buch eigentlich gar nicht lesen. Das war 2014 und der Inhalt hat mich gar nicht interessiert. Vor kurzem bin ich aber irgendwie wieder auf das Buch aufmerksam geworden und habe mich entschieden, es nun doch zu lesen. Die Story klingt ja auch ganz cool: 5 Jugendfreunde aus einem kleinen Dorf irgendwo im Nirgendwo in den USA gehen durch Dick und Dünn und irgendwann trennen sich die gemeinsamen Wege.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

 Sicario


USA - 2015 - Denis Villeneuve - Emily Blunt, Josh Brolin, Benicio Del Toro, Jon Bernthal



Nach dem ich ja schon diverse Bücher, krasse und realistische Bücher, über den Drogenkrieg in Mexiko und auch über die Folgen in der Bevölkerung gelesen habe, ist es nochmal etwas ganz anderes, solche Gräueltaten auf der Leinwand zu sehen, als das eigene Vorstellungsvermögen zu nutzen.
Eine Stärke des Films ist dieser nüchterne Realismus, den ich bislang, zumindest fällt mir spontan kein anderer Film ein, in keinem anderen Film zu dem Thema gesehen habe. Das ist zweifellos eine Stärke des Films und macht ihn besonders. Dazu gibt es einige Sequenzen, die nervenaufreibend sind und ich vor Angespanntheit das Gefühl hatte, als würde ich vergessen zu atmen. Ich hatte immer im Hinterkopf, dass in jedem Moment von irgendwo Gefahr droht.
Untermalt wird diese Spannung von einem brillianten Score von Johann Johannsson. Wie ein Tritt zwischen die Beine.



Wer nach dem Trailer denkt, "Sicario" ist ein reiner Actionfilm, der irrt. Es gibt hier und da mal Action und Schießereien, aber "Sicario" ist mehr Drama und Thriller. Wenn ihr also auf pure Action aus seid, dann wäre das die falsche Wahl.
Die Besetzung ist mit Emily Blunt, Josh Brolin und Benicio Del Toro gut besetzt. Alle drei passen.
Regiesseur Denis Villeneuve ist mir vor allem für "Prisoners" in guter Erinnerung geblieben ("Enemy" habe ich leider noch immer nicht gesehen..).
Und von der Machart erinnert vor allem die nüchterne Betrachtung auch an "Prisoners". Villeneuve erzählt, wertet aber nicht. So auch in "Sicario". Was ist Recht und was ist in Ordnung?? Heiligt der Zweck immer die Mittel?? Darüber müsst ihr euch euer eigenes Bild machen.



Bücher zum Thema: